WENN SCHON GROßBAUSTELLE, DANN VORTEILE FÜR ALLE!

Einladungsvideo mit Hauptforderungen der Demonstration am 23.6.2022

WIR FORDERN EIN INNOVATIONSKONZEPT ZUR PLANUNG DES JAHRHUNDERTPROJEKTS „ATTRAKTIVIERUNG DER VERBINDUNGSBAHN“ mit unabhängiger Ausarbeitung der TIEFLAGE und besonderer Aufmerksamkeit auf Geh- und Radwege sowie langfristige Stadtplanung. 

Wir wollen die Umsetzung von nachhaltigen Verkehrs-, Umwelt- und Innovationsprojekten als integrierte Bestandteile das Bauprojekts.

Wir fordern Klimaministerium und  Stadt Wien auf, ihre Verantwortung als Auftraggeberinnen wahrzunehmen und die Interessen der Bürger*innen zu vertreten. Es muss sichergestellt sein, dass das beste Konzept im Interesse der Stadtbewohner*innen (S-Bahn Ausbau, Stadtbild, Freiraum, Naturschutz, Luft) gebaut wird, und nicht lediglich die Interessen der Eisenbahn (Fern- und Güterverkehr, Verschub) berücksichtigt werden. 

Strategische Jahrhunderfehlplanungen wie beim Lainzer Tunnel, der nur 2gleisig gebaut wurde, müssen jetzt vorbeugend verhindert werden.
Der Ausbau der Verbindungsbahn kann mit geschickten Maßnahmen zu einem Vorzeigeprojekt werden das weltweit Applaus ernten würde.

10 vorschläge: 

1 

Wir fordern den Ausbau als 100 %ige S-Bahn Strecke mit Verbindung des S-Bahn Rings (S80 + S45). Das Argument im Auftrag von Stadt Wien an ÖBB für den Ausbau der Verbindungsbahn ist Nutzung der Verbindungsbahn für mehr S-Bahn Verkehr. Das „Schließen“ bzw. Verbinden des S-Bahn Rings muss Teil des Konzeptes sein und die dafür notwendigen Baumaßnahmen (2 Gleise auch in Richtung Penzing sowie Verbindung mit Vorrortelinie) sind  zu treffen. 

2 

Ein tiefgreifenderes Renaturierungskonzept mit Nachpflanzungen mindestens in doppelter Anzahl der gerodeten Pflanzen. Derzeit werden von fast 1000 gerodeten Bäumen lediglich etwa die Hälfte nachgepflanzt.

Begrünungsmaßnahmen sind bereits jetzt in die Planung aufzunehmen, da nach Fertigstellung gewisse Maßnahmen nicht mehr möglich sein würden. Wie z.B. vertikale Begrünung, Einhausungen, auch mit Pflanzen/Kletterpflanzen anhand von meterhohen Rankgittern entlang der Bahnstrecke. 

Wir fordern die Nutzbarmachung im Rahmen der Bauarbeiten von Erdwärme, Geothermie in großem Stil entlang der Strecke. Die angrenzenden Bezirke müssen „weg von Gas“ als Energiequelle und sind schwer mit Fernwärme zu versorgen.

5 

Bereits auf den Stationen angedachte Photovoltaikanlagen sind zu wenig, weshalb die Dächer der zahlreichen angrenzenden Gemeindebauten zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden sollten.

6 

Wir fordern den Bau von modernen Geh- und Radwegen im Verbund mit der neuen Bahntrasse und den neuen Brücken! Kreuzungsfreie Geh- und Radwege vom 13. und 14. Bezirk = Fahrradverbund Meidling, Hietzing, Penzing entlang der neuen Bahnstrecke (bis Meidling) fehlen ebenso in den Plänen, wie ein Geh- und Radweg zwischen den Bezirken über das Wiental. Der Wiental(rad)weg ist nur an wenigen Stellen zugänglich, der Abstand der Rampen könnte auf 500 Meter halbiert werden. Wir fordern deshalb Rampen/Zufahrten von den neuen Eisenbahnbrücken, diese würden den Umstieg auf Radverkehr attraktiveren.

7

Wir fordern einen kreuzungsfreien Zugang über die neuen Eisenbahnbrücken zur U-Bahn Station U4 Unter St. Veit.

8 

Die Stadt Wien hat Garantien einzuholen, damit die Umsetzung des (mindestens) 15 – Minuten – Takts der S-Bahn tatsächlich ganztags realisiert wird.

9 

Wir fordern besseren Lärmschutz! Laut ÖBB Gutachten für Humanmedizin sollen bei 155 Gebäuden passive Schallschutzmaßnahmen (Fenster & Dämmungen) nachgerüstet werden.
Solcherlei Maßnahmen sind inakzeptabel, so lange nicht alles unternommen wurde um Lärm aktiv dort zu reduzieren, wo er entsteht

Zum aktiven Lärmschutz zählen bessere Schallschutzwälle und Wände, Einschnitts- und Troglagen, Teil- und Vollabdeckungen, Einhausungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Fahrverbote für Güterzüge, die gehören in den Lainzer Tunnel.


Wir fordern deshalb ein Fahrverbot für Güterzüge, insbesonders nachts. Durch eine künftig höher Anzahl (fast verdoppelt) an Güterzügen ist eine Verbesserung der Lebensqualität nicht gegeben. Der Lärm in Hochlage wird sich weiter im Bezirk verbreiten (Quelle: Lärmgutachten, Prognosen, ÖBB zur UVP). Wir fordern deshalb im Rahmen des aktiven Lärmschutzes ein Fahrverbot für Güterzüge (Ausnahme: längere Wartungsarbeiten im Lainzer Tunnel)

10 

Wir fordern die unabhängige Konzeption der technisch möglichen Tieferlegung der Verbindungsbahn. Eine sanfte Absenkung der Trasse (anstatt eines teuren Tunnels) ab bzw. nach den Wientalbrücken (über dem Hietzinger Kai) würde Vorteile bringen, die von Stadt Wien und Klimaschutzministerium bisher nicht berücksichtigt wurden.

Stellen sie sich vor, die Bahnstrecke schlängelt sich ab den Wientalbrücken (über dem Hietzinger Kai) langsam nach unten, verschwindet zwischen Auhofstraße und Hietzinger Hauptstrasse in einer nach oben offenen „Troglage“ (Spalt) unter der Erde. Auf Einhausungen und Überplattungen entstehen Spielplätze, Hundezonen, Parks, Grünflächen sowie kreuzungsfreie bzw. durchgehende Geh- und Radwege. 

Wir wollen keine hunderte Meter langen dunklen Betonbrücken durch den Bezirk unter denen man durchgehen muß, sondern sichere, helle, moderne, grün gestaltete Verbindungszonen, für soziale Interaktion, kühle saubere Luft und Freiraum. Das ist die technisch mögliche Tieferlegung mit Überplattungen, wie wir sie fordern und wie sie machbar ist. 

Die Idee zum Bau in Hochlage ist ca. 40 Jahre alt, die Stadt Wien hat die ÖBB vor 6 Jahren (2016) zum Ausbau der Verbindungsbahn in Hochlage beauftragt. Wir lehnen die Hochlage ab und fordern die technisch machbare Tieferlegung.
Die Vorteile einer Tieflage für Emissionsvermeidung, Lärmschutz und bestmögliche Stadtplanung, Schaffung von neuen Grünflächen, Parks sowie kreuzungsfreien Geh– und Radwegen auf der Strecke und vieles mehr rechtfertigen den Mehraufwand im Vergleich zur derzeit geplanten Hochlage. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Einholung einer unabhängigen Machbarkeitsstudie zur sanften eingeleiteten Tieferlegung der Verbindungsbahn, ab den Wientalbrücken (über dem Hietzinger Kai) nach Hietzing zu veranlassen. (KEIN Tunnel unter dem Wienfluss) 

Die von ÖBB auf Drängen der Bürgerinitiativen ca. 2017/2018 erarbeiteten Alternativen zur Hochlage wurden nur aufgrund fehlender Informationen z.B. fehlenden Zusagen der Stadt Wien oder vermuteten geschätzten Mehrkosten, als nicht machbar von den ÖBB ausgeschieden. Mißverständlich wird oft von einer Untertunnelung des Wienflusses gesprochen, obwohl dies nicht notwendig wäre und ein Tunnel auch von keiner Initiative vorgeschlagen wurde. Eine grundsätzlich vergleichbare Entwicklung der oben erwähnten Tieflage als Einschnitts- bzw. Troglage mit Einhausungen und Überplattungen ist im Interesse der Stadt Wien dringend zu beauftragen, damit alle Chancen genutzt werden. Wir sehen die Mehrkosten einer Tieflage durch die langfristigen Vorteile dieser Variante als absolut gerechtfertigt an. Hintergrund: Im Lainzer Tunnel sollen ebenso wie auf der Verbindungsbahn fast etwa 300 Züge täglich verkehren. Die Kosten für den Lainzer Tunnel waren € 1,3 Mrd. Selbst bei einer übertriebenen Verdoppelung der Baukosten der Verbindungsbahn als Tieflage wäre maximal ein Betrag von € 500 Mio. anzusetzen. Im U-Bahn Bau oder auch beim geplanten Projekt S-Link in Salzburg wird von Kosten von ca € 130 Mio. pro Km ausgegangen. Die Tieflage betrifft eine Strecke von maximal 2-3 Km und ist nicht als Tunnel, sondern als nach oben offene Schneise (mit teilweisen Überplattungen) zu verstehen, demnach einfacher und günstiger zu bauen. 

Der gewünschte Bau der Tieflage im laufenden Betrieb ist – wenn tatsächlich unbedingt notwendig – möglich. 

Beschreibung der Tieflage: 

Der kostengünstige Einschnitt, eine Schneise die nach oben offen ist, senkt sich ab den Wientalbrücken (die in angepasster Höhe neu errichtet werden) mit etwa 12,5 Promille bis zur Hietzinger Hauptstraße unter Straßenniveau ab und verläuft so weit wie technisch möglich weiter in Tieflage. Die neue Station Hietzinger Hauptstrasse wird unter Straßenniveau gebaut. Die Eisenbahnkreuzung Auhofstrasse wird für den MIV aufgelassen, aber mit barrierefreien Unter- oder Überführungen für Rad- und Fußverkehr ausgestattet. Auf der Strecke wird mit Einhausungen und Überplattungen neuer Lebensraum geschaffen anstatt durch die Betonhochtrasse eliminiert und bestmöglicher Lärmschutz gewährleistet. Bereits zwischen Auhofstraße und Hietzinger Hauptstrasse beginnt eine große zusammenhängende Parkfläche in der die bisher getrennten Bezirksteile zwischen Klimtvilla, Hummelgasse und Bossigasse verbunden werden. Ebenso verbunden werden durch Überplattungen die Spohrstraße mit dem Bereich Hummelgasse bis zum Sportplatz des Don Bosco Hauses in der St.-Veit-Gasse. Unzählige Nutzungsmöglichkeiten würden sich ergeben, zum Beispiel die Nutzung durch anliegende Institutionen, Schulen, Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Diese Bauweise in Tieflage wurde bereits bei vielen S-Bahn Strecken in Wien umgesetzt.

Ein Kommentar zu „WENN SCHON GROßBAUSTELLE, DANN VORTEILE FÜR ALLE!

  1. Vielen Dank für diese Initiative, die nun erfreulicherweise die Tieflage als essentielles Merkmal enthält – und sich nicht auf Fragen der Behübschung einer mit sämtlichen Umwelt- und Lebenswertkriterien einer modernen Großstadt im Widerspruch stehenden Hochtrasse beschränkt.
    Leider bin ich am 9.6. terminlich verhindert. Teilnahme am 23.6. vorgemerkt !
    Dr. Constanze Kren, Bossigasse

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